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Die allgemeinen Regeln und Morale der Gesellschaft und ihr Einfluss auf deren Fortschritt

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Sprich: „“Wahrlich, mich hat mein Herr auf einen geraden Weg geleitet – zu dem rechten Glauben, dem Glauben Abrahams, des Aufrechten. Und er war keiner der Götzendiener.“““ (Sure 6:161).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist, der sagte: „Mein Herr hat mich auf beste Art und Weise erzogen.“

Und nun zum Thema:

Einer der wichtigsten Aspekte im Leben eines Muslims ist die Erlangung eines hohen moralischen Niveaus. Seit Beginn des Islam befasste sich der Prophet  haupt- sächlich damit, die Muslime zu lehren und (dahingehend) zu disziplinieren, dass sie die besten Manieren und Charaktermerkmale besitzen würden. Sein Privatleben und sein Verhalten spiegelten seine ihm von Allah offenbarten Lehren wider. Im edlen Quran beschreibt Allah den Propheten Muhammad mit den Worten: „Und du bist wahrlich von großartiger Wesensart.“ (Sure 68:4)

Das hohe Niveau des Propheten  machte ihn zu einem Vorbild für alle Muslime. Der Gesandte Allahs  pflegte zu betonen, wie wichtig gute Manieren für die Muslime sind. Er  sagte: „Der beste unter euch ist derjenige mit den besten Manieren.“ (Al-Bucharî, Muslim) In einer anderen authentischen Überlieferung sagte der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlgefallen schenken : „Das schwerste Gewicht, das am Tag des Gerichts in die Waage des Gläubigen gelegt wird, wird das gute Verhalten sein. Und Allah verabscheut denjenigen, der schlechte Worte benutzt.“ (Al-Baihaqî)

Jemand fragte den Propheten , welche Tat einen Mann ins Paradies bringen würde, er  antwortete: „Gottesfurcht (Frömmigkeit) und gutes Benehmen.“

In anderen Erzählungen unterschied der Prophet  die Muslime aufgrund ihres Verhaltens; der Prophet  sagte: „Der vollkommenste unter den Muslimen im Glauben ist derjenige mit dem vorzüglichsten Verhalten. Und die besten von euch sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln.“

Er  erklärte auch, dass die Menschen aufgrund ihrer guten Manieren verschiedene Stufen im Paradies erlangen können, indem er sagte: „Der liebste Mensch und derjenige, der mir am Tag der Auferstehung am nächsten sein wird, ist derjenige mit dem besten Benehmen.“

Im Folgenden sollten wir über die Moral im Islam sprechen und wie sie sich von anderen moralischen Systemen unserer Zeit unterscheidet.

Im Gegensatz zu anderen Systemen wird das moralische System des Islam von einer göttlichen Quelle hergeleitet. Diese göttliche Quelle ist die Offenbarung Allahs. Daher kann dieses System nicht geändert oder manipuliert werden, um es an unsere Wünsche anzupassen. Es gilt unabhängig von Ort und Zeit. Dieses System wurde seit tausenden von Jahren nicht geändert, es kann heute nicht geändert werden und wird niemals geändert werden, bis zum Tage des Jüngsten Gerichts. Niemand darf das System abändern, selbst wenn die ganze Welt dies tun wollte. Was in der Vergangenheit als Moral betrachtet wurde, wird über alle Zeiten als gute Moral erhalten bleiben.

Was umgekehrt in der Vergangenheit als schlecht galt, wird für immer so bleiben, selbst wenn die Gesellschaft es als Norm betrachtet. Das moralische System wird nicht von kulturellen Normen beeinflusst, denn Allah ist derjenige, der bestimmt (und weiß), was akzeptabel ist und was nicht.

Der edle Quran ist in dieser Hinsicht sehr detailliert und erwähnt deutlich die Wichtigkeit guten Benehmens, ebenso wie er die Wichtigkeit des Glaubens, des Gottesdienstes und all unserer alltäglichen Angelegenheiten erwähnt.

Der edle Quran nennt wiederholt mehrere sittlich gute Taten, wie zum Beispiel:

– Die Behandlung der Eltern auf die beste Art und Weise

– Nett zu sein zu den Verwandten und Nachbarn

– Die Fürsorge für Waisen und Bedürftige

– Ehrlich zu sein

– Immer eine aufrichtige Absicht zu haben

– Versprechen zu erfüllen

– Die faire Behandlung aller Menschen

Der edle Quran geht sogar so weit, uns beizubringen, wie wir gehen sollen. Allah sagt: „Halte das rechte Maß in deinem Gang und dämpfe deine Stimme, denn die widerwärtigste der Stimmen ist wahrlich die Stimme der Esel.“ (Sure 3:19)

Weiterhin sagt Allah: „Die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die maßvoll auf der Erde umhergehen und die, wenn die Toren sie ansprechen, sagen: „Frieden!““ (Sure 25:63)

Sogar von den angemessen Anstandsregeln beim Besuch anderer Personen berichtet der edle Quran. Allah sagt: „O die ihr glaubt, betretet nicht andere Häuser, die nicht eure (eigenen) Häuser sind, bis ihr euch bemerkbar gemacht und ihre Bewohner begrüßt habt. Das ist besser für euch, auf dass ihr bedenken möget!“ (Sure 24:27)

Der Quran lehrt uns ebenfalls, wie wir uns bei Versammlungen zu verhalten haben. Allah sagt: „O die ihr glaubt, wenn zu euch gesagt wird: „Macht Platz!“ in den Versammlungen!, dann schafft Platz, so schafft auch Allah euch Platz. Und wenn gesagt wird: „Erhebt euch!“, dann erhebt euch eben, so erhöht auch Allah diejenigen von euch, die glauben, und diejenigen, denen das Wissen gegeben worden ist, um Rangstufen. Und Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.“ (Sure 58:11)

Wenn wir die Reden und Taten des Propheten  tatsächlich praktizieren würden, würden wir merken, dass einige Lektionen bezüglich des Essens, Trinkens, sich Kleidens, Schlafens, für die Reise, das Grüßen, das Einholen einer Erlaubnis, sogar für das Niesen, Gähnen und anderen scheinbar belanglosen Taten, gelernt werden müssen.

Im Gegensatz zu anderen ethischen Systemen ist das moralische System des Islam ein sehr detailliertes und vollkommenes Paket. Der Islam spricht alle Aspekte des menschlichen Lebens an, egal wie unbedeutend ein Aspekt auch erscheinen mag. Er ist ein komplettes Paket – es fehlt nichts, was ergänzt werden müsste, noch hat es Mängel, die behoben werden müssten.

Die islamische Religion leitet unsere Moralvorstellungen, sei es in Bezug auf das Individuum, die Gemeinschaft, sowie in Bezug auf die Muslime und die Nicht-Muslime. Sie gibt uns auch eine Anleitung dafür, wie man mit Herrschern umgeht und wie man Gelehrte respektiert und ehrt. Der Islam lehrt uns ferner, wie man sich in Zeiten des Friedens und des Krieges verhält.

Sogar der Umgang mit Tieren wird uns beigebracht. Der Prophet  sagte: „Fürchte Allah bei der Behandlung von Tieren: kümmert euch um sie, haltet sie gesund, egal ob ihr auf ihnen reitet oder sie wegen ihres Fleisches aufzieht.“

In einer anderen Überlieferung sagte der Prophet : „Wenn ihr ein Tier schlachtet, schlachtet es auf die beste Art und Weise. Ihr sollt erst euer Messer schärfen und das Tier beruhigen.“

Einmal fragten die Gefährten den Propheten : „Werden wir dafür belohnt, wenn wir Tiere gut behandeln? Er sagte: Ja, natürlich werdet ihr für jedes lebendige Wesen belohnt, wenn ihr es gut behandelt.“

Kein anderes ethisches System kann an das des Islam heranreichen und nur Allah kann – dank seiner unendlichen Weisheit – solch ein System erschaffen, das die Menschen lehrt, wie sie in jedem Moment ihres Lebens vorzugehen haben.

Dies ist so, weil der Islam kein von Menschenhand geschaffenes System ist; es ist die Religion Allahs. Er hat sie vollkommen und umfassend gemacht. Kein Mensch hat je, kann je oder wird je ein System erschaffen, das so perfekt ist.

Wenn du also ein erfolgreiches und glückliches Leben führen willst, dann wende den Islam in deinem Leben an und du wirst wunderbare Resultate erzielen.

Die Sittenlehre im Islam basiert vollständig auf den Offenbarungsschriften und dem Beispiel des Lebens des Propheten Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken). Es gibt zwei Konzepte, die jeden Aspekt der islamischen Sittenlehre durchziehen: Das Konzept des Tauhîd (der alleinigen Verehrung des Schöpfers) und die eigentliche Bedeutung des Wortes Muslim (sich Allah ergeben). Muslime glauben an die Existenz von Gutem und Bösem, und Muslime streben in jedem Aspekt ihres Lebens danach, Gutes zu tun. Muslime glauben außerdem an die Willensfreiheit und die Tatsache, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, Allah selbst zu erkennen.

Dennoch irren die Menschen vom Weg Allahs ab. Im Quran werden wir darüber informiert, dass Menschen auf Grund ihres Bedarfs an materiellen Annehmlichkeiten von Allah abirren. Aus diesem Grunde stimmt der Islam mit den Lehren Jesu überein und betrachtet es als Abirren vom Wege Allahs, wenn man sich auf das Anhäufen von Vermögen und das Erlangen von Macht konzentriert. Der Islam lehrt auf seiner elementarsten Ebene, dass es nur einen Gott gibt, und wenn man in seinem Leben irgendeiner anderen Sache außer Allah mehr Gewicht verleiht, dass dies bedeutet, vom richtigen Weg abzukommen.

Islamische Sittenlehren waren zur Zeit der Quran-Offenbarung an den Propheten Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sehr nützlich, um die Probleme der Araber zu lösen. Die Araber waren eine Stammesgesellschaft mit patriarchalischen Herrschern. Der Gedanke der Umma, durch die alle Muslime zu einer Gemeinschaft vereint wurden, half dabei, diese Gesellschaft zu verändern. Der strikte Monotheismus im Islam half außerdem dabei, die vielen barbarischen Gepflogenheiten, die als Teil der Anbetung von Götzen und animistischen Göttern weitverbreitet waren, abzuschaffen. Die islamische Ethiklehre lehnt außerdem übertriebenen Chauvinismus oder „Muru’a“ (was als Männlichkeit oder Machohaftigkeit übersetzt wird) ab. Beim Islam geht es nicht um Gewalt, Prahlerei und Ungestüm, sondern um Demut, Mitgefühl und Streben nach Frieden.

Eines der wichtigsten Elemente islamischer Ethiklehre ist die persönliche Verantwortung. Der Islam lehrt, dass jeder einzelne Mensch seinem eigenen Weg zu Allah folgt. Im Islam gibt es keine Vermittler zwischen dem Menschen und Allah. Es gibt keine assoziierten Götzen oder Heilige, die sich bei Allah einsetzen. Es gibt keinen Zwang, dem Weg Allahs zu folgen. Beim Islam geht es vollständig um die Moral, die ethische Entscheidung, die jeder Mensch in seinem Herzen treffen muss, und um das Umsetzen dieser Entscheidung in die Tat. Der Islam lehrt, dass das Schicksal eines jeden Menschen im jenseitigen Leben eine direkte Folge der eigenen Entscheidung ist. Zweifelsfrei ist die Grundlage eines islamischen Ethiksystems direkt mit den Lehren des Quran und des Propheten Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verbunden. Der Islam ist eine Lebensweise, eine Praktik, sich dem Willen Allahs in jedem Aspekt des Lebens zu fügen. Die eigenen Moralvorstellungen sind dabei absolut keine Ausnahme.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Der Islam hat bestimmte allgemeingültige und grundlegende Richtlinien für die gesamte Menschheit aufgestellt, welche unter allen Umständen zu befolgen und zu respektieren sind. Um diese Richtlinien einzuhalten, sieht der Islam nicht nur die Absicherung durch das Gesetz, sondern auch ein sehr wirkungsvolles moralisches System vor. Demgemäß ist alles, was auch immer zum Wohlergehen des Einzelnen oder der Gesellschaft führt, im Islam moralisch gut und alles Schädliche moralisch schlecht. Der Islam misst der Liebe zu Allah und der Liebe zum Menschen viel Wert bei. Gleichzeitig warnt er davor zuviel auf Äußerlichkeiten zu achten. Wir lesen im Quran:

„Nicht darin besteht die Güte, dass ihr eure Gesichter gegen Osten oder Westen wendet. Güte ist vielmehr, dass man an Allah, den Jüngsten Tag, die Engel, die Bücher und die Propheten glaubt und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – der Verwandtschaft, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und für (den Loskauf von) Sklaven hergibt, das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet; und diejenigen, die ihre Verpflichtung einhalten, wenn sie eine eingegangen sind, und diejenigen, die standhaft bleiben in Not, Leid und in Kriegszeiten, das sind diejenigen, die wahrhaftig sind, und das sind die Gottesfürchtigen.“ (Sure 2:177)

Uns wird in diesem Quranvers eine schöne Beschreibung des rechtschaffenen und gottesfürchtigen Menschen gegeben. Er soll zwar wohlergehenbringenden Vorschriften gehorchen, aber seine Aufmerksamkeit soll er auf die Liebe zu Allah und zu seinen Mitmenschen richten.

Wir können vier Hauptpunkte festhalten:

  • Unser Bekenntnis soll wahrhaftig und aufrichtig sein.
  • Wir müssen es durch hilfreiche Taten anderen gegenüber unter Beweis stellen.
  • Sowohl im Gebet als auch in unserer Hilfe für andere sollten wir uns nach Möglichkeit mit Gleichgesinnten zusammentun.
  • Unsere Standhaftigkeit und Geduld sollen sich vor allem bei drei Gelegenheiten manifestieren: bei körperlichen Schmerzen oder Leiden, bei jeder Art Not und in Zeiten öffentlicher Drangsal.

Das ist der Maßstab, mit dem die einzelnen Verhaltensweisen beurteilt und in gut oder schlecht eingeteilt werden. Dieser Beurteilungsmaßstab bildet den Kern, des gesamten moralischen Verhaltens.

Bevor der Islam irgendwelche expliziten Befehle erteilt, strebt er es an, tief in das Herz des Menschen die Überzeugung einzupflanzen, dass sich sein Tun vor Allah abspielt, der ihn jederzeit und allerorten sieht; so dass er sich zwar vor allen Menschen verstecken kann, nicht aber vor Allah; so dass er jeden täuschen kann, niemals aber Allah; so dass er dem Griff eines anderen entfliehen kann, sich aber Allah nicht entziehen kann.

Dadurch, dass er das Erlangen von Allahs Wohlgefallen zum Zweck des menschlichen Daseins erklärt, zeigt der Islam die höchstmögliche Norm sittlichen Verhaltens auf. Dies schafft zwangsläufig eine endlose Zahl von Möglichkeiten der moralischen Entfaltung für die Menschheit.

Die Betrachtung der göttlichen Offenbarung als der Hauptquelle des Wissens gibt den moralischen Normen Beständigkeit und Stabilität, wobei zwar ein angemessener Spielraum besteht für mit der Wahrheit im Einklang stehende Bearbeitungen, Anpassungen und Neuerungen, nicht aber für Verdrehungen, willkürliche Veränderungen, aufgelösten Relativismus oder moralische Haltlosigkeit. Der Islam verschafft in der Liebe zu und in der Furcht vor Allah eine innere Bindung zu sittlichem Verhalten, was den Menschen antreibt, auch ohne jeglichen Zwang von außen Folge zu leisten. Durch den Glauben an Allah und an den Tag des Jüngsten Gerichts gewährt der Islam eine Kraft, die es einem Menschen ermöglicht, sich ernsthaft und aufrichtig, mit tiefer Frömmigkeit des Herzens und der Seele, um sittliches Verhalten zu bemühen.

O Allah, lass uns die besten Charakterseigenschaften erfreuen und leite uns zur geraden Weg recht!

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